Der 9. November ist ein Tag, der in der deutschen Geschichte zwei Seiten zeigt, die in Berlin immer noch besonders spürbar sind. Auf der einen Seite die traurige Zäsur der Novemberpogrome 1938, auf der anderen das historische Glück der Wiedervereinigung 1989.

🕯️ Gedenken an die Opfer der Pogrome

Gestern habe ich mich dem Stolpersteinputzen des DGB Berlin-Mitte angeschlossen. Eine wichtige Aktion, um der zerstörten Leben unserer jüdischen Nachbar*innen zu gedenken.

Die Route durch den Stephankiez hat uns die bewegenden Lebensläufe von Menschen ins Gedächtnis gerufen, deren Leben durch rechten Hass ausgelöscht wurde.

Vielen Dank an den DGB-Kreisverband Mitte für die Organisation dieses lebendigen Erinnerns! Ein starkes Zeichen gegen Antisemitismus, Rechtsextremismus und Fremdenhass.

🕊️ Feier der Wiedervereinigung

Am Abend ging es weiter zur Bösebrücke zwischen Wedding und Pankow, dem ehemaligen Grenzübergang Bornholmer Straße. Hier öffnete sich am 9. November 1989 die Grenze und markierte den Fall der Berliner Mauer.

Auf der Bösebrücke treffen sich jedes Jahr Menschen aus Mitte und Pankow, um zu feiern und zu gedenken.

Gemeinsam mit Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger aus Mitte überquerten wir die Brücke und besuchten Pankow.

Ein großes Dankeschön an die Genoss*innen vor Ort auf der Pankower Seite, die mit einem Stand und wunderbarer Musik für Erinnerung und Austausch sorgten!

Der 9. November in Berlin – ein Tag, der uns mahnt, dass eine demokratische und solidarische Gesellschaft niemals selbstverständlich ist.

Bild von Max Landero